21.5.13

MAISCHÖN

Photos via 1 ❘ 2 ❘ 3 ❘ 4 ❘ ❘ 6 ❘ 7 ❘ 8 ❘ 9 ❘ 10


Die Dinge, die meinen Mai mach(t)en wurden von Maisachen spontan in Maischön verwandelt. Obwohl die klimatischen Bedingungen und Frau Sonne alles andere als maischön waren. Zumindest hier zwischen Alpen und Jura. Dafür passt das Verschen >Alles neu macht der Mai< nicht so schlecht in den meinigen. Was Grosses wurde zu Ende gebracht und Neues kommt. Dann und wann war ich ein wenig kaufwütig. Bis dato war ich in Sachen Konsum allerdings sehr brav im Jahre 2013, was ich nicht unbedingt bedauere, ganz im Gegenteil. Eine Frage möchte ich Euch in den Mai stellen: hat jemand einen guten - nein, einen grandiosen Tipp - für eine (Online) Druckerei und/oder für feines Papier? Mein Portfolio sollte gedruckt werden und ich bin nicht ganz schlüssig wo.. Habt Dank und bringt ihn gut zu Ende, den Nassschönen.



Seit langem mal wieder an meinem Zauberort gewesen. Für diesen Ausflug gab es im schönen Züricher Street Files was blumiges auf den Kopf und ganz in der Nähe wird bald im Kreis gelaufen.

Eines meiner Lieblingsbücher hat ein neues Zuhause gefunden, ein sehr gutes und (wo wir gerade beim Thema sind) >Architekturmodelle Peter Zumthor< wurde verlängert, auch >Wade Guyton, Guyton\Walker und Kelley Walker< lohnt sich und ein Besuch im Café nebenan sowieso immer.

Bei Cécile wurde einmal wieder mehr wunderbare Stickkunst von María Aparicio Puentes entdeckt und gleichzeitig musste ich feststellen, dass ich viel zu selten bei Melanie Garanin vorbei schaue.

Im Laden mit den drei Grossbuchstaben gab es für Ma dieses und jenes und das auch noch, für Ti dies und das und passend zum Wetter habe ich mich auch noch in eine piepmätzige  Regenjacke verliebt - was meint ihr?

Und zu guter Letzt: Rhabarberliebe mit dem Wunsch, dass es ein Milas-Deli-Buch gibt und Marleen triftt mich!


nachgeschoben: auch Anne trifft, trifft es auf den Punkt. Punkt.




M a i e i e i e i !


___
ti

17.5.13

CASA DE VIDRIO





Photos VIA

Time for another architecture. The last one is much long ago. Here we go with the charming Lina Bo Bardi and her Casa de Vidrio from 1951.

LINA BO BARDI: TOGETHER
LINA BO BARDI: BUILDINGS SHAPED  BY LOVE


15.5.13

GROSSE DAMEN

Photo by PETER LINDBERGH

Sprachlos. Wirklich wahr. Zwei Damen haben mich getroffen. Ganz unverhofft. Aus heiterem Himmel. Einfach so. Ich muss schlucken. Sie schenken mir Worte, die mich verlegen machen. Ja, mehr als das. Dabei habe ich nichts getan, ausser was mir Freude macht. Danke Stepanini. Danke Marleen. Ihr seid beide ganz gross und dafür schenke ich Euch ein ganz grosses Lied von einer ganz grossen Dame. Danke!
___
ti

8.5.13

SOMMERLAUNE ODER SO


die
Nase
im
Wind


sauer
macht
lustig


Körner
überall


Warten
auf 
Sprossen


Ingwer. Figürlich ja eher so ein Aussenseiter. Genau für diese schlägt ja aber mein Herz. Und geschmacklich macht er mich glücklich und wach. Zudem gesund - entgiftend glaube ich. Ja. In der Brühe mit dem Huhn, im Bauch eines Fisches, püriert mit Rüben und dicker Kokosmilch und so weiter und sofort. Als Getränk fliesst er beinahe täglich in mich hinein. Ingwerwasser. Einfach und gut. Gewinnt bei mir gegen jede noch so raffiniert klingende Teesorte. Da halte ich es wie mit der Schokolade. Den guten alten unverfälschten Sorten. Nicht bereit für Experimente. Experimentiert habe ich dennoch. Mit einer grossen Wurzel Aussenseiter. Das Prozedere ist unkompliziert und heikel (beides kommt mir entgegen, einfach und doch mit ein bisschen Risiko). Das Ergebnis umwerfend scharffröhlich. Pur oder an einem ersten lauen Frühlingsabend mit einem Schuss Gin (am liebsten dem aus der alten Heimat). Probiert selbst und berichtet. Unbedingt!


Ginger Ale

ein Stück frischen Ingwer (gerieben etwa zwei Esslöffel und drücken statt reiben geht auch)
den Saft von einer Zitrone
zweihundertzwanzig Gramm Zucker
einen viertel Teelöffel Trockenhefe
eine leere Plastikflasche zum Gären (ein bis eineinhalb Liter)
Flaschen wie man möchte zum Abfüllen

den Ingwer schälen und fein reiben
Zitrone auspressen
und beides mischen (uhhh, das duftet)

den Zucker und die Hefe in die Flasche füllen
dann die Ingwerzitronenmischung dazu geben 

die Flasche halbvoll mit Wasser (ohne Kohlensäure) füllen
feste schütteln
dann bis ungefähr fünf Zentimeter unter den Flaschenrand weiter mit Wasser (ohne Kohlensäure) auffüllen

den Ansatz vierundzwanzig Stunden an einem warmen Ort gären lassen
durch die Hefe und den Zucker entsteht Kohlensäure, die Flasche wird fest wie ein Stein

nun kommt die Flasche weitere vierundzwanzig Stunden in den Kühlschrank
hier beruhigt sich die Gärung, bei weiteren vierundzwanzig Stunden im Warmen würde die Flasche platzen (!!!)

am nächsten Tag die Flasche vorsichtig öffnen (unter einem Tuch, für alle Fälle) *
nun in Gläser, Flaschen, Karaffen wie man lustig ist füllen
stört der geriebene Ingwer (mich nicht) giesst man ihn vorher durch ein Tuch

perfekt zum Picknickieren oder einfach so hier und da und dort

* da Ma meine Unbedarftheit in solchen Dingen kennt, durfte dies nur in seiner Anwesenheit geschehen


Und irgendwie wünschte ich mir bei jedem Handgriff Julie an meiner Seite, erst recht beim ersten Schluck!
___
ti



Photos by MATIMUK


7.5.13

SCHNELLE LIEBE

Photos via 1 │ 2 │ 3 │ 4 │ 5

Meine Liebe zu Denim (für Oben) war keine auf den ersten Blick. Mein erstes Stück ein weit geschnittenes Hemd. An mir meist mit hochgekrempelten Ärmeln, mal offen, mal geschlossen, nur noch nicht entschlossen zu sehen. Am Tag - es war ein sonniger im frühen Jahr, des letzten - als ich entschlossen wurde trug ich es offen. Ein wenig zerzaust muss ich daher gekommen sein, denn zur Begrüssung rauschten mir folgende Worte eines guten Freundes um die Ohren: "gut schaust Du aus, man könnte denken Du kommst geradewegs von Deinem Liebhaber und hast Dir in der Eile sein Hemd  übergeworfen, ziehe es bitte öfter an". Ganz ehrlich, ich kann mit Komplimenten nicht umgehen. Nein. Ich mag sie nicht einmal hören. Doch dieses gehört zu meinen Top Fünf. Seither trage ich besagtes Hemd meist offen und immer entschlossenmit genau diesem Gefühl und es fühlt sich ziemlich gut an. Sehr albern, sehr schön. 


1 _ mit diesem Hemd fing alles an
2 _ Tag und Nacht könnte man ihn tragen
3 _ wunderbare Campagne zu besagtem Stoff aus München
4 _ ein unerfüllter Traum
5 _ der oder der, im Schrank hängt nun der Aprikoverall (Nina)


Und gestern gab es noch Zuwachs. Mittlerweile zähle ich fünf für Oben. So schnell kann´s gehen.
___
ti

5.5.13

BERGFRÜHLING

Photos by MATIMUK

Elf Sonntage, die keine waren. Peng. Heute ein anderer. Hoch hinauf gegangen. Distanz gesucht. Überfordert vom bunten frühen Jahr im Tal. Vom Menschentrubel. Der Stadt. Vom normalen Leben. Da heroben noch alles schlicht unterkühlt und doch am Leben. Die Farben sanft, ruhig, gerade am erwachen. Ein guter Ort für einen Sonntag, der wieder einer werden könnte. 

4.5.13

SOMMERSUCHE

Photo above by MATIMUK, below via TALKING TO KAFKA

Vor einiger Zeit habe ich den Sommer gesucht. Eine Erinnerung, ein Gefühl, eine Sehnsucht. Ich ging in den Keller und dort fand ich ihn. Den Sommer im Keller finden. Absurd, aber wahr. Komisch. Schön. Ich steckte den Kopf hinter die schwere Kellertür und meine Nase verschwand direkt im Ärmel meines Neoprenanzuges. Drei kräftige Züge und ich war für einen Moment selig. Es muss keiner verstehen, nein. Das erste Mal vernahm ich diesen Geruch als sehr kleine Ti bei meinem Vater. Olfaktorisch vielleicht nicht delikat. Aber immer Freiheit. Immer Meer. Salzige Luft. Sandige Füsse. Gute Zeiten. 

So. Jetzt gehe ich Mainasse Blumen pflücken.